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Narrativer
Realismus
Hinschauen. Und Geschichten dazu malen.
Großflächige,
plakative Arbeiten, die in den Jahren 1986-1998 entstanden.
"Beim
flüchtigen Anschauen der temperaweichen, zart grünblauocker
gemalten Tafeln gleitet das Auge über Bekanntes. Erinnerungen
steigen auf an Jawlenski, Toulouse-Lautrec und an eine Berliner
Schule der 20er Jahre. Expressionismus liegt in der Luft und das
Parfum verwegener Keckheit. An den Konturen und dem Schattenspiel
kennt man die Empfindlichkeit einer kreativen Fotografin. Katrina
Franke liebt den Schein des Leichten, weil sie das schwere, plumpuddingzähe
Philosophieren über Kunst nicht mag, obwohl ihre eigenen
Aphorismen und Gedanken über Kunst und Konsumenten (in den
Katalogen) stellenweise eine verblüffende und entwaffnende
Hellsichtigkeit und Tiefe erreichen. Sie bürdet dem Witz
auf, was der Ernst verfehlt: das Gefühl für die Koketterie
des Absurden..." Die Rheinpfalz, 17.9.92
"Ihr
Sujet ist allemal der Mensch... Man erkenne sich, den einen, die
andere wieder? Eben: die Alltäglichkeit, Riesenbestandteil
unseres Lebens, hat nicht nur eine Oberfläche. Da gibt es,
unter- oder hinterschwellig, positiv oder negativ, die "Lösungen",
die sich dem kritischen, aufnahmebereiten Betrachter überlassen
müssen. Mit feinem Blick und ebensolchem Strich, stets sparsam
koloriert, bietet Katrina Franke immer wieder den ersten Teil
einer Gleichung an." Die Rheinpfalz, 17.10.96
"Beinahe
jeder wird in diesen männlichen Frauen- und weiblichen Männerbildern
etwas finden, was ihn an sich selbst erinnert, was ihn zu einem
stummen Austausch mit den dargestellten Gesichtern anregt."
Rhein-Neckar-Zeitung 14.5.96
"Katrina
Franke widmet ihre Aufmerksamkeit dem weiblichen Geschlecht...
Sie studiert verschiedene Charaktere sowie spezifische Frauentypen,
beobachtet Konfliktsituationen. Witzige, satirische aber auch
kritische Momente ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre Bilder.
.. sie überprüft in zahlreichen Arbeiten das Bild der
zwischen Konvention und Emanzipation taumelnden Frau, sie thematisiert
die Verständnisschwierigkeiten der Generationen untereinander."
Mannheimer Morgen, 26.1.94
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